#BehindTheScenes: Von Bildern und Orten

#BehindTheScenes: Von Bildern und Orten

Über die Importe der Bilder von unseren Partnern haben wir im Blog schon berichtet (Altonaer Museum, LGV). Aktuell bereiten wir diese Bilder für unsere interaktive Karte auf. Damit ein Foto auf dieser Karte erscheinen kann, müssen ihm eindeutige Koordinaten zugeordnet werden.
Solche Koordinaten sind aber nur für den kleinsten Teil unserer Bilder vorhanden. Klar, knipst man heute ein Foto mit seinem Smartphone, speichert dieses auf Wunsch die GPS Koordinaten des Entstehungsortes gleich mit.
Der Großteil der efoto-Bestände ist aber natürlich gar nicht digital entstanden und genau genommen sind die meisten Bilder sogar älter als das in den 1970er Jahren entwickelte GPS-System selbst.

Das bedeutet also, dass diese Daten von uns ergänzt werden müssen. Allerdings heißt dies nicht, dass dies immer manuell geschehen muss. Hier erleichtert uns der Bildimporter unsere Arbeit, indem er aus dem Metadaten der importierten Bilder Vorschläge zu deren Verortung generiert.
Er berücksichtigt dabei verschiedene textuelle Informationen wie etwa den Titel oder die Beschreibung eines Bildes. Aber auch Dateinamen werden auf mögliche Ortsangaben hin untersucht.
Dabei gleicht der Importer die Texte mit einem Adressregister des Landesbetriebs für Geoinforation und Vermessung ab und erzeugt aus den Treffern Vorschläge. Im besten Falle müssen wir also nur noch den korrekten Vorschlag auswählen.

Allerdings gelingt dies aus zwei Gründen nicht immer. Zum einen ist es möglich, dass die Metadaten eines Bildes keine ausreichenden Informationen zu einem konkreten Ort enthalten. In diesem Fall bleibt uns nur das Bild selbst. Markante Landschaftsmerkmale, Kirchtürme, Wasserwege helfen dann bei der Verortung. Mit etwas Glück findet man aber auch Straßenschilder oder Ladenschilder die bei der Recherche helfen.
Der zweite Grund dafür, dass keine guten Vorschläge generiert werden sind die Zeit und der Wandel. Einige Adresse oder Orte gibt es schlicht nicht mehr.  Seit der Erfindung und Popularisierung der Fotografie im 19. Jh. Hat sich in Hamburg freilich einiges getan. Stadtteile wurden eingemeindet, andere abgerissen; Fleete wurden zu Straßen und Straßen bekamen neue Namen, usw. In solchen Fällen helfen historische Karten den ursprüglichen Ort zu finden.

Aktuell sind etwa 1.500 Fotos auf der Karte zu sehen. Wir arbeiten uns aber gerade durch die bestände von stadtteilgeschichten.net, so dass es bald schon ca. 7.000 Bilder sein werden.

Wir halten euch auf dem Laufenden!