Projektpartner stellen sich vor: Das Bildarchiv des Denkmalschutzamtes Hamburg ist die Keimzelle von efoto

Projektpartner stellen sich vor: Das Bildarchiv des Denkmalschutzamtes Hamburg ist die Keimzelle von efoto

Das Bildarchiv im Denkmalschutzamt der Kulturbehörde geht auf die 1928 gegründete Landesbildstelle Hamburg zurück, die Fotos als didaktische Hilfsmittel für den Schulunterricht produzieren sollte. Im Lauf der Jahre entstanden so rund eine Million Negative von ca. 700.000 Motiven zum Thema Hamburg von den ersten fotografischen Zeugnissen (der Große Brand von 1842) bis zur Gegenwart. Der Bestand wird weiter ausgebaut, indem das Bildarchiv Nachlässe und Sammlungen von Fotografinnen und Fotografen übernimmt. Darüber hinaus fertigt der Fotograf des Bildarchivs eigene Aufnahmen an; die Schwerpunkte liegen bei Fotos von Baudenkmalen sowie von Veränderungen des Stadtbildes im Sinne einer auf die Zukunft ausgerichteten Stadtdokumentation. Das fotografische Gedächtnis der Stadt wird so als Kulturerbe gepflegt und erschlossen.

Die Aufgaben des Bildarchivs haben sich gewandelt: Heute stellt es neben Bibliothek, Plansammlung, Objektkartei und Aktenregistratur eines der zentralen Arbeitsmittel für das Denkmalschutzamt dar, gleichzeitig ist es mit der Vielzahl an historischen Aufnahmen eine wichtige Quelle für alle, die sich mit der Geschichte Hamburgs seit dem 19. Jahrhundert befassen. Bilder aus dem Archiv erscheinen so in Ausstellungen, Büchern, Zeitschriften und Filmen.

Seit 2012 werden in einem auf mehrere Jahre angelegten Projekt der Kulturbehörde die Bestände des Bildarchivs systematisch digitalisiert. Die Bilder sollen so zusätzlich gesichert und als Originale geschont werden, vor allem aber sollen sie leichter zugänglich werden. Aus diesem noch laufenden Vorhaben entstand die Idee, einen möglichst weit gefassten städtischen Bilderspeicher zu schaffen, in dem die Bestände unterschiedlicher Institutionen zusammengefasst präsentiert werden. Während solche Konzepte vor Jahren noch daran scheiterten, dass die Originale an einem Ort hätten zusammengeführt und verwaltet werden müssen, eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten: eFoto wird dieser Bilderspeicher sein und gleichzeitig weitere, über die Standards traditioneller Sammlungen hinausgehende Funktionen bieten.